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Der Start ins Gartenjahr

Der Start ins Gartenjahr

Nach einem Winter mit Schnee und Frost gibt es für Gartenfreunde nur eines: Hinaus in den Garten oder auf den Balkon und alles auf Frühjahr trimmen! Ein wenig muss man sich noch gedulden, aber auf der Fensterbank geht’s schon los. Sie wird in den nächsten Wochen zur Kinderstube für all das, was im Sommer Augen und Gaumen verwöhnen soll. Folgende Tipps helfen beim Gelingen:

ERDE MISCHEN
Die richtige Aussaaterde kauft man entweder fertig aus der Packung oder stellt sie selbst her. Folgende Erdmischung hat sich am besten bewährt: Maulwurfserde (im Frühjahr bei einem Sonntagsausflug leicht zu sammeln), Anzuchterde aus der Packung und Quarzsand. Alle Teile gut mischen. In die Schalen gibt man am Boden eine Schicht Sand. Die Abzuglöcher werden mit einer Tonscherbe abgedeckt, damit sie nicht durch Erde verstopft werden können.

HELLIGKEIT UND WÄRME
Der hellste Platz auf der Fensterbank ist der beste. Damit die Erde nicht zu kalt wird, Dämmplatten oder vier Joghurtbecher als „Säulen“ unterstellen. Schalen immer mit einer Glasplatte abdecken. Oder man verwendet am besten gleich kleine Zimmergewächshäuser. Diese gibt es sogar mit preiswerter und energiesparender Bodenheizung.

SAATGUT SETZEN
Gesät wird dünn. Immer beachten, dass manche Samen wie zum Beispiel Basilikum Lichtkeimer sind. Wenn man sie abdeckt, gehen meist 50 % der Samen nicht auf. Nach dem Säen angießen. Ab nun täglich die Schalen lüften und falls nötig dosiert gießen.

PFLANZENSCHUTZ
Damit Pilzkrankheiten wie zum Beispiel Grauschimmel zurückgehalten werden, am besten mit effektiven Mikroorganismen und Schachtelhalmtee gießen. Zinnkrauttee kann man selbst herstellen. Dazu 3 dag auf 1 Liter Wasser, 24 Stunden ziehen lassen, dann eine Dreiviertelstunde köcheln und abkühlen lassen. Etwa 1:5 mit Wasser verdünnt zum Gießen verwenden. Bei den Mikroorganismen mischt man EMa, EM-Blatt und EM-Boden. Sie alle unterstützen das Wurzelwachstum und die Abwehr von Krankheiten enorm.

PIKIEREN
Wenn das Saatgut nicht gleich in kleine Töpfe (Quelltöpfe) gesät wurde, rechtzeitig pikieren, also auseinandersetzen. Ansonsten müssen nach zwei bis drei Wochen die Pflanzen in größere Töpfe gesetzt werden. Als Pikierwerkzeug ist ein spitzer Bleistift ideal. Damit die Wurzeln lockern, die Pflanze in den neuen Topf setzen und die Erde nur leicht andrücken.

ABHÄRTEN
An sonnigen Tagen sollten die Pflanzen durch das Rausstellen ins Freie immer wieder abgehärtet werden. Zunächst abgedeckt mit einem dünnen Vlies, damit die zarten Keime nicht verbrennen, später in die volle Sonne. So wachsen die Pflanzen kompakt.

DÜNGEN
Kaum haben die Pflanzen die Kinderstube verlassen, benötigen sie Nährstoffe. Daher in die Erde, die zum Umpflanzen verwendet wird, einen organischen Dünger einarbeiten. Man kann auch mit Bio-Dünger flüssig nachdüngen, aber sollte es damit nicht übertreiben, da die zarten Wurzeln bei zu viel Dünger schnell verbrennen.

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